Solarfeld mit Wechselrichter und Siincos Remote Connect Gateways zur FernwartungDie kontinuierliche Überwachung von PV-Anlagen ist heutzutage ein zentraler Bestandteil bei dem Betrieb von Solarfeldern - der Energieertrag steht im Vordergrund und muss stetig gewährleistet sein. Die Performance der Gesamtanlage hängt zwar primär von der Sonneneinstrahlung ab, jedoch gibt es weitere sekundäre Eigenschaften, die gewährleistet sein müssen, z.B. die Sauberkeit und Funktionsfähigkeit der Module selbst. Ein unbemerkter Fehler im Verbund der PV-Module oder gar im Inverter ist undenkbar und kommt im Zweifelsfall mit starken Ertragseinbusen einher.

Die Gesamtperformance der Anlage anhand der Tages-Ertragswerte oder der monatlichen Abrechnung zu bestimmen, bringt in der Regel nicht den gewünschten monetären Effekt. Eine permanente Echtzeit-Überwachung des Gesamtsystems und eine entsprechende Benachrichtigung im Fehlerfall sind somit unabdingbar.

Je nach Standort ist eine dauerhafte Überwachung über das Internet schwierig, da keine kabelgebundene Verbindung benutzt werden kann. Viele Solarparks sind eher in ländlichen Umgebungen verbreitet, bei denen - zumindest in Deutschland - eine Standleitung oder ein DSL-Anschluss aufgrund der geringen Leistung und Stabilität keine verlässliche Option darstellen. Somit bleibt die Möglichkeit eine Internetverbindung über das Mobilfunknetz oder über Satellit herzustellen, um z.B. das Web-Portal des Wechselrichterherstellers für Wartungszwecke zu nutzen.

SmartService Konzepte mittels Controllino und Embedded Linux PanelDer Geschäftsprozess „Service“ ist in der Regel mit einem großen administrativen und technischen Aufwand verbunden, der, je weiter die Anlage entfernt ist, intransparenter und komplexer wird. Der Kunde meldet: „Anlage steht, benötige einen Techniker“. Selbst wenn die Fehlermeldung auf dem Display bis in die tatsächliche Ursache aufgelöst ist, findet der Wissenstransfer von dem, was man vor Ort sieht, bis zu dem Experten beim Anlagenhersteller nur lückenhaft statt. Ob es sich um einen mechanischen, elektrischen oder möglicherweise programmbedingten Fehler handelt, wird im Erstgespräch per Telefon in der Regel oft nicht klar. Sei es durch mangelnde Sachkompetenz vor Ort oder einfach nur Lautstärke bedingt. Oft kommen Störungen der Telefonverbindung hinzu.

Diese Unschärfe an mitgeteilten Informationen und Diagnosen führt bei Serviceabteilungen häufig zur Überreaktion in der Bestimmung der Servicemaßnahmen. Anstelle einer fachspezifischen Entsendung von Experten werden dann zwei oder drei Disziplinen abgedeckt, schließlich steht der Kunde im Mittelpunkt des Handelns. Dies hat steigende Reisekosten, erweiterten logistischen Aufwand und längere Rüstzeiten zur Folge. Mithilfe von Siincos Remote Connect wird der Serviceprozess verkürzt und an der Quelle der Informationsstrecke optimiert. Dies schränkt das Ausmaß des Fehlerbaums ein.

Siincos Remote Connect besteht aus Gateways, der Siincos Cloud und dem Device Manager. Die Gateways sind in der Anlage integriert und bieten über den Notification Service der Anlagensteuerung die Möglichkeit ihren Status an die entsprechende Stelle zu melden. Im Fehlerfall wird so der zuständigen Servicetechniker direkt auf seinem Smartphone benachrichtigt. Bevor der Kunde anruft, ist die Serviceabteilung bereits informiert und hat sich schon mit allen anlagenspezifischen Informationen vertraut gemacht.

Use Case: Remote Inbetriebnahme einer Anlage auf Basis einer Siemens Simatic S7-1215 und dem KTP700 Basic PanelIn kleinen Maschinen und Anlagen bis mittlerer Größe ist der Platz oft begrenzt, Schaltschrank und Steuerung müssen mit einem Minimum auskommen. Kompaktsteuerungen wie die Simatic S7-1215 und Touchpanel wie das KTP700 Basic erfüllen jedoch aufgrund ihres kompakten Designs genau diese Anforderungen. Sie finden auch in kleinen Schaltschränken gut ihren Platz.

Die Konnektivität der S7-1215 übertrifft zudem die Voraussetzung, um problemlos an Siincos Remote Connect angebunden werden zu können: zwei Ethernet Ports, einen Webserver und Profinet, die Programmierung und Parametrierung kann problemlos über das TIA Portal erfolgen. Das KTP700 Panel bietet ebenso die Grundvoraussetzungen für die Anbindung an Siincos Remote Connect: Ethernet, den Sm@rtServer (zur Bildschirmübertragung), einen Webserver und Profinet, die Programmierung kann auch hier problemlos über das TIA Portal erfolgen. Die Anlage wird neben der Steuerung und dem Touchpanel mit einem Siincos Gateway ausgerüstet. Dieses ist über Ethernet mit einem Port an der Steuerungen verbunden, ebenso mit dem Touchpanel. Eine Internetverbindung wird über das Mobilfunknetz aufgebaut, die Verbindung zur Siincos Cloud ist somit gewährleistet.

Dieses Setup ist somit nicht nur prädestiniert für den Fernzugriff im Fehlerfall, sondern erlaubt auch eine komfortable Remote-Inbetriebnahme für Softwareentwickler und Programmierer. So entfällt die Reisezeit und die Reisekosten für eine weitere Person, zudem entfallen administrative Anstrengungen auf Kundenseite, wie z.B. die Sicherheitsunterweisung oder die Genehmigung von Zugangsberechtigungen.